1. Mannschaftskampf gegen Nürnberg 1911

Letzten Sonntag begann die Mannschaftsmeisterschaft in der Schachbezirksliga 1 für Mittelfranken. Dabei kam die 1. Mannschaft der Spielgemeinschaft Schwabach/Mühlhof-Reichelsdorf zu einem knappen, etwas glücklichen 4,5 -3,5-Erfolg.

Danach sah es zunächst nicht aus. Roland Reuter und Karl-Heinz Wirth verloren frühzeitig eine Figur bzw. die Qualität und mussten bald aufgeben. Hans Greul verbesserte im Mittelspiel nach und nach seine Stellung, gewann einen Bauer und kam im Endspiel auch dank Läuferpaar zu einem sicheren Punktgewinn. Stefan Leis kombinierte in zunächst ausgeglichener Position so geschickt, dass sein GegnerMaterialverlust und Niederlage nicht mehr verhindern konnte. Jochen Dietrich konnte den gegnerischen Königsangriff parieren und ein sicheres Remis erzielen. Helmut Hetzner errang zwar in der Eröffnung deutlichen Stellungsvorteil, den sein Kontrahent aber bis zum Endspiel nach und nach ausgleichen konnte, so dass der Punkt geteilt wurde.

Nun lag der Spielausgang beim Stand von 2,5 -2,5 Punkten an Christian Ahmels und Thomas Mehwald. Beide konnten sich im Spielverlauf keine nennenswerten Vorteile erkämpfen,so dass die Entscheidung im Endspiel fallen musste. Ahmels hatte dabei das Glück des Tüchtigen, weil sein Gegner im Turm-Bauer-Spiel die mögliche Remis-Variante versäumte. Danach konnte Mehwald remisieren und den knappen 4,5 -3,5-Sieg sichern.

Am Freitag dieser Woche bestreiten 2., 3. und 4. Mannschaft ihr Heimspiel und starten damit in die 1. Runde der Kreisligen 1 bzw. 4.

Beim Monatsblitzturnier kam es zu einem Gleichstand von Helmut Hetzner und Hans Greul, der dank besserer Wertung Erster wurde.Am 25.10. findet im Jugendraum des TV 1848 Schwabach das nächste 25-Minuten-Schnellschachturnier statt.

Mehwald Schwabacher Stadtmeister

Mehwald Schwabacher Stadtmeister

In der zweiten Hälfte der Stadtmeisterschaft kam es erneut zu spannenden Auseinandersetzungen.

Thomas Mehwald erspielte sich gegen Willi Pechan deutliche Vorteile. Er versäumte jedoch im Mittelspiel den Gewinnzug. Wegen Zeitnot musste er dann in das Remisangebot Pechans einwilligen, was Letzterer mit den schwarzen Steinen als beachtlichen Erfolg verbuchen kann.

Helmut Hetzner tat sich wegen der hartnäckigen Verteidigung Paul Obermeyers lange schwer. Trotz kleiner Vorteile erzielte er keine Gewinnstellung. Obermeyer versäumte jedoch Ausgleich und griff in bedrängter Situation daneben, was schließlich zur Niederlage führte.

Die meisterschaftsvorentscheidende Begegnung bestritten Thomas Mehwald und Günter Niklaus. Gegen eine scharfe Eröffnungsvariante der Französischen Verteidigung fand Niklaus nicht die richtige Antwort und geriet frühzeitig in Not. Die Angriffsstellung nutzte Mehwald gekonnt zum Materialvorteil und Sieg.

Willi Pechan patzte gegen Hans Greul frühzeitig und verlor Turm gegen Läufer. Er gewann zwar im Mittelspiel die Qualität zurück, konnte aber im Endspiel dem vorteilhaften Druckspiel seines Gegners nicht standhalten.

Günter Niklaus opferte gegen Paul Obermeyer bereits in der Eröffnung einen Bauer, was ihm Stellungsvorteil brachte. Obermeyer entschloss sich nicht zum erforderlichen Gegenspiel. Wegen seiner abwartenden Spielweise konnte sein Gegner immer größeren Druck aufbauen und den entscheidenden Königsangriff und damit den Sieg einleiten.

Damit ist Thomas Mehwald mit 4 Punkten aus 5 Partien Stadtmeister. Es folgen Hans Greul mit 3,5 Punkten und Günter Niklaus mit 3 Punkten auf den Plätzen 2 und 3.